Mögliche Geflügelpest im Burgenlandkreis: Im Lützener Martzschpark droht 80 Vögeln die Tötung
Tierärzte am Montag vor Ort
Die Veterinäre des Burgenlandkreises prüfen derzeit einen Verdacht auf Geflügelpest in Lützen. Wie Kreissprecherin Claudia Neumann auf Nachfrage bestätigte, liegt der Kreisverwaltung eine entsprechende Anzeige vor. Demnach sei ein Schwan im Lützener Martzschpark verendet aufgefunden worden. An dem Gewässer leben laut Neumann rund 80 Vögel. Sollten die Veterinäre den Verdacht auf Geflügelpest bestätigen, könnten alle Tiere getötet werden.
Fall liegt nun beim Landesamt
Am Montag wollen Tierärzte vor Ort weitere Untersuchungen vornehmen. Der tote Schwan wurde demnach bereits ins Landeslabor geschickt. Das Ergebnis werde voraussichtlich am Dienstag vorliegen. Sollte sich der Verdacht bestätigen, müsste ein Sperrbezirk mit einem Radius von mindestens drei Kilometern um den Martzschpark eingerichtet werden. In diesem Bereich dürften dann auch keine anderen Vögel gehalten werden.
Zahlreiche Fälle in Sachsen-Anhalt
In den vergangenen Wochen und Monaten waren in Sachsen-Anhalt bereits mehrere Fälle von Geflügelpest aufgetreten. Ende Januar waren in Gardelegen im Altmarkkreis Salzwedel rund 25.000 Hähnchen getötet worden. Auch im Landkreis Mansfeld-Südharz waren Vogelhalter von der Geflügelpest betroffen. In Sachsen sind seit Oktober nach Angaben des Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie rund 57.000 Tiere getötet worden.
Geflügelpest für Menschen ungefährlich
Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) gibt an, dass die Geflügelpest nicht auf den Menschen übertragbar sei. Allerdings könne das Virus über rohe Geflügelprodukte übertragen werden. Das FLI rät Verbrauchern deshalb, Geflügel nur gut durchgegart zu essen und eine gute Küchenhygiene zu beachten.
Was ist die Geflügelpest?
Die Geflügelpest ist eine hoch ansteckende Infektionskrankheit, die durch Viren aus der Familie der Orthomyxoviren verursacht wird. Betroffen sind vor allem Hühnervögel wie Hühner, Truthähne, Enten und Gänse. Das Virus wird über direkten Kontakt mit infizierten Tieren oder deren Ausscheidungen übertragen.
Symptome der Geflügelpest
Zu den Symptomen der Geflügelpest gehören Atembeschwerden, Husten, Niesen, Durchfall und eine allgemeine Schwäche. Die Krankheit kann innerhalb weniger Tage zum Tod der Tiere führen.
Wie wird die Geflügelpest behandelt?
Für die Geflügelpest gibt es keine spezifische Behandlung. Infizierte Tiere müssen getötet werden, um eine weitere Ausbreitung der Krankheit zu verhindern.
Wie kann man sich vor der Geflügelpest schützen?
Um sich vor der Geflügelpest zu schützen, sollten folgende Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden:
* Kontakt mit infizierten Tieren vermeiden * Rohes Geflügel nur gut durchgegart essen * Gute Küchenhygiene beachten * Den eigenen Geflügelbestand regelmäßig auf Anzeichen der Krankheit untersuchenAktuelle Informationen zur Geflügelpest
Aktuelle Informationen zur Geflügelpest in Sachsen-Anhalt gibt es auf der Website des Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie:
https://www.sachsen-anhalt.de/index.php?id=12210
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